Ziele des Workshops
Analoge Fotografie bedeutet, bewusster zu sehen, langsamer zu arbeiten und den Moment sorgfältiger auszuwählen. In meinem Workshop geht es nicht um schnelle Serienbilder, sondern um das Verständnis von Licht, Belichtung, Bildaufbau und dem besonderen Charakter von Film. Schritt für Schritt lernen wir, wie man mit einer analogen Kamera sicher arbeitet und dabei Bilder gestaltet, die nicht beliebig wirken, sondern Bestand haben.
Die Teilnehmenden lernen die Grundlagen der analogen Fotografie und entwickeln ein Verständnis für Belichtung, Bildgestaltung und den bewussten Umgang mit Filmkameras. Der Fokus liegt auf dem fotografischen Prozess vor dem Auslösen und nicht auf der Filmentwicklung.
Ablauf Workshop
Der Workshop zur analogen Fotografie richtet sich an Fotointeressierte sowie an digitale Fotografen, die den bewussten und entschleunigten Umgang mit einer Kamera kennenlernen möchten. Ziel des Workshops ist es, ein grundlegendes Verständnis für den fotografischen Prozess mit Film zu vermitteln und die Teilnehmer für Licht, Belichtung und Bildgestaltung zu sensibilisieren. Der Schwerpunkt liegt dabei bewusst auf dem fotografischen Arbeiten mit der Kamera und nicht auf der Filmentwicklung.
| Bereich | Inhalt / Anforderung |
|---|---|
| Termine | Samstag, 5. September 2026 und Samstag, 3. Oktober 2026. |
| Zielgruppe | Digitale Fotografen, die den Einstieg in die analoge Fotografie suchen und bewusst mit Film arbeiten möchten. |
| Teilnehmerzahl | Die Teilnehmerzahl ist bewusst auf 5 bis 8 Personen begrenzt, damit eine persönliche Betreuung möglich bleibt. |
| Mitzubringen | Eine funktionsfähige analoge Kamera sowie mindestens zwei Filme: ein Schwarzweißfilm und ein Farbfilm. |
| Ausrüstung vor Ort | Belichtungsmesser sind vorhanden. Bei Bedarf kann eine mobile Dunkelkammer vor Ort eingesetzt werden. |
| Einführung | Präsentation zur analogen Fotografie mit Grundlagen zu Belichtung, Blende, ISO, Filmtypen, Filmentwicklung und praktischer Arbeitsweise. |
| Praxisteil | Ca. 4 Stunden fotografischer Praxisteil im Wald mit bewusster Motivsuche, Belichtungsmessung und Arbeit mit natürlichem Licht. |
| Schwerpunkt | Entschleunigtes Fotografieren, saubere Belichtung, bewusstes Arbeiten mit Film und klassischer Bildaufbau in der Natur. |
Zu Beginn des Workshops erfolgt eine Einführung in die analoge Fotografie. Dabei werden die Unterschiede zwischen digitaler und analoger Fotografie erläutert und die grundlegenden Eigenschaften verschiedener Filmtypen vorgestellt. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über Schwarzweiß-, Farbnegativ- und Diafilme sowie über unterschiedliche Filmempfindlichkeiten. Ebenso werden verschiedene Kamerasysteme vorgestellt, beispielsweise analoge Spiegelreflexkameras, Messsucherkameras oder Mittelformatkameras. Ziel dieser Einführung ist es, ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweise analoger Kameras und den Umgang mit Film zu schaffen.
Im nächsten Schritt werden die Grundlagen der Belichtung behandelt. Die Teilnehmer lernen das Zusammenspiel von Blende, Verschlusszeit und Filmempfindlichkeit kennen und verstehen, wie diese Parameter die Bildwirkung beeinflussen. Anhand praktischer Beispiele wird erläutert, wie sich unterschiedliche Verschlusszeiten auf die Darstellung von Bewegung auswirken oder wie die Blende die Tiefenschärfe steuert. Zusätzlich wird die Funktionsweise von Belichtungsmessern erklärt, sowohl von integrierten Belichtungsmessern in Kameras als auch von externen Handbelichtungsmessern. Ein weiterer Bestandteil ist die sogenannte Sunny-16-Regel, die eine einfache Orientierung zur Belichtung bei Tageslicht bietet.
Anschließend erfolgt eine praktische Demonstration zum Einlegen und Transportieren eines Films in der Kamera. Dabei wird Schritt für Schritt gezeigt, wie ein Film korrekt eingelegt, transportiert und am Ende wieder zurückgespult wird. Zudem werden typische Fehler erläutert, die gerade Einsteiger häufig machen, etwa ein nicht korrekt eingelegter Film, eine falsch eingestellte Filmempfindlichkeit oder Probleme beim Filmtransport.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Workshops ist die Bildgestaltung. Hier werden grundlegende Prinzipien der fotografischen Komposition vermittelt, beispielsweise die Drittelregel, Linienführung, die Nutzung von Vorder- und Hintergrund sowie der bewusste Einsatz von Licht und Schatten. Anhand von Bildbeispielen wird diskutiert, wie unterschiedliche Bildaufbauten die Wirkung eines Fotos beeinflussen können. Ziel ist es, den Teilnehmern zu zeigen, dass ein gutes Bild nicht allein durch Technik entsteht, sondern vor allem durch bewusstes Sehen und Gestalten.
Im praktischen Teil des Workshops setzen die Teilnehmer das Gelernte unmittelbar um. In einer gemeinsamen Fotoexkursion fotografieren die Teilnehmer verschiedene Motive und erhalten dabei konkrete Aufgaben. Dazu gehören beispielsweise Aufnahmen mit großer Tiefenschärfe, Bilder mit bewusst geringer Tiefenschärfe, das Fotografieren von Details oder die Darstellung von Bewegung. Ein besonderer Fokus liegt darauf, bewusst zu fotografieren und nicht viele Bilder hintereinander aufzunehmen. Gerade in der analogen Fotografie mit einer begrenzten Anzahl von Bildern pro Film wird der Moment des Auslösens sorgfältiger überlegt.
Zum Abschluss des Workshops findet eine gemeinsame Bildbesprechung statt. Da die Filme zu diesem Zeitpunkt noch nicht entwickelt sind, erfolgt die Besprechung anhand der gewählten Einstellungen, der Aufnahmesituation und der fotografischen Intention. Die Teilnehmer reflektieren ihre Entscheidungen bei der Aufnahme und diskutieren gemeinsam, welches Ergebnis aufgrund der gewählten Belichtung und Bildgestaltung zu erwarten ist. Diese Reflexion stärkt das Verständnis für den fotografischen Prozess und hilft, zukünftige Aufnahmen bewusster zu gestalten.
Teilnahme
Für die Teilnahme am Workshop sollten die Teilnehmer eine eigene analoge Kamera sowie ein bis zwei Filme mitbringen. Besonders geeignet sind klassische Schwarzweißfilme oder Farbnegativfilme mit mittlerer Empfindlichkeit. Der Workshop vermittelt somit einen praxisnahen Einstieg in die analoge Fotografie und legt den Schwerpunkt auf das bewusste Fotografieren, das Verständnis von Licht und Belichtung sowie auf eine entschleunigte und reflektierte Arbeitsweise mit der Kamera.