Die Leica M6 ist für viele Analog-Fotografen ein Synonym für zeitlose Ästhetik und robuste Zuverlässigkeit. Nachdem das ursprüngliche Modell zwischen 1984 und 2002 produziert wurde, erschien im Jahr 2022 eine Neuauflage, die klassische Leica-Tugenden mit einigen behutsamen Modernisierungen verbindet. Genau diese Kombination aus Tradition und zeitgemäßer Verarbeitung hat mich im Jahr 2024 dazu bewogen, mir eine Leica M6 zu kaufen. Seitdem ich die Leica M6 besitze, begleitet sie mich auf all meinen fotografischen Streifzügen – sei es in urbanen Umgebungen oder draußen in der Natur.
Was den besonderen Reiz der Leica M6 ausmacht, ist vor allem der manuelle Messsucher. Statt sich auf ein rein elektronisches System zu verlassen, stehen hier Entschleunigung und bewusste Bildgestaltung im Vordergrund. Beim Fokussieren über den hellen und übersichtlichen Sucher liegt der kreative Prozess buchstäblich in der Hand. Die Mechanik fühlt sich solide an, das Gehäuse vermittelt eine Haptik, die ihresgleichen sucht, und das Klicken des Auslösers ist unverwechselbar. Gerade im digitalen Zeitalter empfinde ich dieses analoge Erlebnis als willkommene Abwechslung, die meine Fotografie bewusster und intensiver macht.
In der 2022 neu aufgelegten Version der Leica M6 wurden einige Optimierungen vorgenommen, ohne den puristischen Charakter zu opfern. Beispielsweise ist der Belichtungsmesser jetzt deutlich präziser, und auch die Elektronik im Inneren wurde auf den neuesten Stand gebracht, damit sie zuverlässig arbeitet. Gleichzeitig behalten die Kamera und ihre Bedienelemente das klassische Aussehen bei, das viele Fans seit Jahrzehnten schätzen. Die aus Messing gefertigte Deckkappe und Bodenplatte geben ein Gefühl von Solidität und Langlebigkeit, während der mechanische Verschluss bestens gegen Abnutzung geschützt ist.
Seit 2024 ist meine Leica M6 ein treuer Begleiter, der mir hilft, in jeder Situation das Wesentliche zu erfassen. Ob es darum geht, Porträts in natürlichem Licht zu machen, spontane Straßenszenen einzufangen oder landschaftliche Details hervorzuheben – die Kamera zwingt mich regelrecht, mich mit Bildaufbau, Lichtführung und Momentaufnahme auseinanderzusetzen. Auch die Auswahl an Leica M-Objektiven eröffnet mir unzählige Möglichkeiten, Motive nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Mich fasziniert besonders das Wechselspiel aus Tradition und Moderne: Einerseits handelt es sich um eine Kamera mit einer langen Geschichte und einem unverkennbaren, fast schon nostalgischen Flair, andererseits wurde sie mit modernen Materialien gefertigt und ist dadurch zuverlässig und langlebig. Wer Wert auf kompromisslose Verarbeitungsqualität legt, wird mit der Leica M6 sicher glücklich. Für mich persönlich bedeutet sie jeden Tag aufs Neue eine Einladung, bewusster und fokussierter zu fotografieren. Die Freude am Entstehungsprozess und die Spannung, auf die entwickelten Negative zu warten, geben meinen Bildern eine Tiefe, die in der digitalen Welt oft zu kurz kommt.
Kurzum: Die 2022 neuaufgelegte Leica M6 vereint klassisches Design mit moderner Technik und sorgt für ein fotografisches Erlebnis, das mich seit meinem Kauf im Jahr 2024 immer wieder inspiriert. Obwohl sie ein Stück weit ein Luxusprodukt ist, liefert sie genau das, wofür Leica schon immer stand: höchste Qualität, zeitloses Design und ein bewusster, entschleunigter Zugang zur Fotografie, der in unserer schnelllebigen Zeit immer kostbarer wird.
| Thema | Leica M6 2022 | Leica M6 Classic | Leica M6 TTL | Fotografische Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Modell | Leica M6 Neuauflage / Reissue | Leica M6 Classic | Leica M6 TTL | Alle drei sind analoge Leica-M-Messsucherkameras für 35-mm-Film. |
| Baujahre | Seit 2022 wieder im Leica-Programm | 1984 bis 1998 | 1998 bis 2002 | Die M6 2022 greift die klassische M6-Idee auf, ist aber eine moderne Neuproduktion. |
| Kameratyp | Mechanische Messsucherkamera mit eingebautem Belichtungsmesser | Mechanische Messsucherkamera mit eingebautem Belichtungsmesser | Mechanische Messsucherkamera mit TTL-Belichtungsmessung und TTL-Blitzmessung | Die M6 bleibt eine bewusst einfache Arbeitskamera ohne Autofokus, Display oder Automatikprogramme. |
| Filmformat | 35-mm-Kleinbildfilm | 35-mm-Kleinbildfilm | 35-mm-Kleinbildfilm | Klassisches 24 × 36 mm Negativformat für Farb- und Schwarzweißfilm. |
| Objektivanschluss | Leica M-Bajonett | Leica M-Bajonett | Leica M-Bajonett | Kompatibel mit vielen Leica-M-Objektiven und M-kompatiblen Objektiven anderer Hersteller. |
| Suchervergrößerung | 0,72× | Meist 0,72×, je nach Variante auch andere Ausführungen | 0,58×, 0,72× oder 0,85× je nach Ausführung | 0,72× ist der klassische Allround-Sucher für 28 mm bis 90 mm. |
| Leuchtrahmen | 28 / 90 mm, 35 / 135 mm, 50 / 75 mm | 28 / 90 mm, 35 / 135 mm, 50 / 75 mm | Je nach Suchervariante; bei 0,85× typischerweise stärker auf Normal- und Telebrennweiten ausgerichtet | Für 35 mm und 50 mm sind alle M6-Versionen besonders angenehm nutzbar. |
| Belichtungsmessung | Selektive TTL-Messung mit LED-Anzeige im Sucher | Selektive TTL-Messung mit LED-Anzeige im Sucher | TTL-Messung mit zusätzlicher TTL-Blitzmessung | Die M6 eignet sich sehr gut für bewusstes, manuelles Arbeiten mit eingebauter Messhilfe. |
| Blitzmessung | Keine TTL-Blitzmessung wie bei der M6 TTL | Keine TTL-Blitzmessung | TTL-Blitzmessung vorhanden | Für klassische Available-Light-Fotografie ist der Unterschied meist weniger wichtig; für Blitzarbeit kann die TTL-Version praktischer sein. |
| Verschluss | Mechanischer Tuch-Schlitzverschluss | Mechanischer Tuch-Schlitzverschluss | Mechanischer Tuch-Schlitzverschluss | Auch ohne Batterie bleiben die mechanischen Verschlusszeiten nutzbar; nur der Belichtungsmesser benötigt Strom. |
| Verschlusszeiten | 1 s bis 1/1000 s plus B | 1 s bis 1/1000 s plus B | 1 s bis 1/1000 s plus B | Klassischer Arbeitsbereich für analoge Reportage-, Reise- und Landschaftsfotografie. |
| Blitzsynchronzeit | 1/50 s | 1/50 s | 1/50 s | Für Blitzfotografie eher traditionell; keine moderne Hochgeschwindigkeitslösung. |
| ISO-Einstellung | ISO 6 bis 6400 | ISO-Einstellung über Rückwandrad | ISO-Einstellung über Rückwandrad | Für klassische Filme von ISO 50 bis 1600 mehr als ausreichend. |
| Deckkappe | Messing, schwarz lackiert | Zinkdruckguss-Deckkappe | Zinkdruckguss-Deckkappe | Die M6 2022 wirkt materialseitig näher an klassischen Messing-Leicas wie MP oder M-A. |
| Gehäusegefühl | Neu, straff, präzise, mit moderner Fertigung und Serviceperspektive | Kompakt, leicht, gebraucht abhängig vom Zustand | Etwas höheres Gehäuse als M6 Classic, größerer Zeitenknopf | Die Classic wirkt am kompaktesten; die TTL ist etwas bedienfreundlicher beim Zeitenrad; die 2022 ist die sichere Neuware. |
| Zeitenrad | Kleines klassisches Zeitenrad | Kleines klassisches Zeitenrad | Größeres Zeitenrad, Drehrichtung auf TTL-Bedienlogik angepasst | Die TTL lässt sich mit dem Zeigefinger oft bequemer bedienen; die 2022 orientiert sich stärker an der klassischen M6. |
| Sucherqualität | Moderner 0,72× Messsucher mit vergüteten optischen Flächen | Klassischer M6-Sucher, abhängig von Zustand und Alter | Je nach Ausführung; 0,58× für Weitwinkel, 0,85× für längere Brennweiten interessant | Die M6 2022 ist besonders attraktiv, wenn ein frischer, klarer Sucher ohne Altersrisiko wichtig ist. |
| Batterieabhängigkeit | Nur Belichtungsmesser benötigt Batterie | Nur Belichtungsmesser benötigt Batterie | Belichtungsmesser und TTL-Funktionen benötigen Batterie | Mechanisches Fotografieren bleibt grundsätzlich möglich, auch wenn die Messung ausfällt. |
| Vorteil M6 2022 | Neuware, Garantie, Ersatzteil- und Serviceperspektive, Messingdeckkappe, aktueller Sucher | Historischer Klassiker, kompakt, originaler 1980er-/1990er-Jahre-Charakter | Praktischere Bedienung, größere Sucherauswahl, TTL-Blitzmessung | Die beste Wahl hängt weniger vom Bildlook ab, sondern vom Bediengefühl und vom gewünschten Risiko beim Gebrauchtkauf. |
| Möglicher Nachteil | Hoher Neupreis, nur 0,72× Sucher, kein echter Gebrauchtklassiker | Alter, Wartungszustand, Sucherzustand und Elektronik sollten geprüft werden | Ebenfalls gebraucht, etwas größer, Elektronik und Zustand prüfen | Bei älteren M6-Gehäusen sollte der technische Zustand wichtiger sein als Patina oder Sammlerwert. |
| Geeignet für | Fotografen, die neu kaufen und lange nutzen wollen | Fotografen, die den klassischen M6-Charakter suchen | Fotografen, die eine etwas modernere Bedienung und ggf. TTL-Blitz wollen | Für Reise, Street, Reportage, Landschaft und ruhige analoge Serien sind alle drei sehr gut geeignet. |
| Beste Brennweiten | 28 mm, 35 mm, 50 mm, 75 mm, 90 mm | 28 mm, 35 mm, 50 mm, 75 mm, 90 mm | Je nach Sucher: 0,58× für Weitwinkel, 0,72× als Allrounder, 0,85× für 50 mm bis 90 mm | Für den klassischen Leica-M-Stil bleiben 35 mm und 50 mm die naheliegendsten Brennweiten. |
| Charakter in einem Satz | Die moderne M6 für Fotografen, die den Klassiker neu und serviceseitig sicher nutzen wollen. | Der ursprüngliche moderne M-Klassiker mit eingebautem Belichtungsmesser. | Die praktischere späte M6 mit TTL-Blitzmessung und größerem Zeitenrad. | Die Leica M6 bleibt eine der wichtigsten analogen Messsucherkameras, weil sie mechanische Reduktion mit eingebauter Belichtungsmessung verbindet. |








