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Voigtländer APO 90mm und APO 75mm

    Die beiden Voigtländer-Objektive APO-LANTHAR 90mm F4 Close-Focus VM und APO-SKOPAR 75mm F2.8 VMgehören zu den kompakten Telebrennweiten für den Leica-M-Anschluss. Beide setzen auf eine apochromatische Korrektur und richten sich damit an Fotografen, die Wert auf hohe Schärfe, geringe Farbsäume und eine präzise manuelle Fokussierung legen.

    Trotz ähnlicher Ausrichtung unterscheiden sich die Objektive deutlich: Das 75mm F2.8 APO-SKOPAR bietet die höhere Lichtstärke und bleibt besonders kompakt, während das 90mm F4 APO-LANTHAR Close-Focus mit einer Naheinstellgrenze von 0,5 m stärker auf den Nahbereich und maximale Korrektur ausgelegt ist. Gerade für Porträt, Detailaufnahmen, Landschaft und ruhige Schwarzweißfotografie ist der Vergleich interessant. Der folgende Artikel stellt die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten gegenüber und ordnet ein, welches Objektiv bei Bildschärfe, Nahbereich, Baugröße und Praxiseinsatz die stärkeren Argumente liefert.

    75mm F2.8 APO-SKOPAR

    Die belastbarste Aussage zur Bildschärfe: Fred Miranda bewertet die Leistung bei 0,7 m Mindestdistanz bereits bei F2.8 als sehr gut, ohne Floating Elements und ohne asphärische Linsen. Cosina nennt für das 75mm den APO-Aufbau mit 4 anomal-dispersen Glaselementen von insgesamt 7 Linsen, ausdrücklich zur Minimierung axialer chromatischer Aberration.

    90mm F4 APO-LANTHAR Close-Focus

    Zahlen sprechen für hohe Korrektur, aber weniger Praxisdaten: 8 Linsen in 7 Gruppen, APO-LANTHAR-Bezeichnung, F4, 0,5 m Naheinstellgrenze. Das Objektiv wurde als CP+ 2026 Referenz- / Ausstellungsprodukt gezeigt; dadurch sind unabhängige Serien-Schärfetests noch begrenzt.

    Faktische Einordnung

    Das 75mm F2.8 hat aktuell die besseren belegbaren Praxisdaten zur Offenblend-Schärfe. Das 90mm F4 Close-Focus ist konstruktiv auf maximale Korrektur und Nahbereich ausgelegt, aber mangels veröffentlichter Tests derzeit stärker aus den technischen Daten abzuleiten.

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